Der Name Breitling steht für schweizer Präzisionsuhren von höchster Qualität und sportlichem Auftreten. Bereits 1884 konzentrierte sich der Firmengründer, Léon Breitling auf Chronografen und Präzisionszähler für Industrie und Wissenschaft. Die Geschichte des Unternehmens ist eng mit der Geschichte der Luftfahrt verknüpft, die damals noch in den Kinderschuhen steckte. Als Léon Breitling 1914 verstarb, übernahm sein Sohn Gaston die Firma. Er entwickelte 1915 den ersten Armbandchronografen und rüstete damit erstmals die Piloten mit einem Handgelenkmessgerät aus. Eine weitere bahnbrechende Entwicklung folgte 1923 mit der Erfindung des ersten unabhängigen Chronografendrückers. Von nun an konnten Uhren direkt an der Krone auf Start und Null gestellt werden.
Willy Breitling, der seit 1932 die Firma leitet, erfindet 1934 den Mechanismus, mit der der Zeitmesser zurück auf Null gestellt werden kann. Nun haben die Chronografen bereits ihr auch heute noch charakteristisches Aussehen. Die Innovationen des Unternehmens fallen auf und so wird es 1936 offizieller Lieferant der Royal Air Force und begründet damit den Ruf Breitlings bei Piloten in aller Welt. Ab 1942 die Firma auch die amerikanischen Luftstreitkräfte aus und präsentiert den Chronomat, den ersten Chronografen mit ringförmigem Rechenschieber um das Zifferblatt. 1952 folgt der Navitimer, mit dem man bereits alle relevanten Navigationsberechnungen durchführen kann. Er wird zum Statussymbol von Piloten in der ganzen Welt. Alle alle namhaften Luftfahrtgesellschaften erwerben ihre Bordzähler bei der Firma. Und bei der ersten Erdumkreisung 1962 trägt der Astronaut Scott Carpenter einen Cosmonaute von Breitling. Als 1969 das erste technische Chronografenwerk erfunden wird, ist dieser enorme Fortschritt für die Uhrmacherbranche auch wieder einmal Breitling zu verdanken.
Seit 1979 lenkt Ernest Schneider die Geschicke des Unternehmens. Er baut den Chronomat mit modernster Technik neu und lanciert zahlreiche weitere Modelle, darunter den Aerospace und den Emergency, der einen SOS-Notruf aussenden kann. Seit 1999 wird jeder einzelne Chronograf, der das Breitling Werk verlässt, von der COSC auf seine Funktion überprüft. Damit ist Breitling weltweit der einzige Chronografenhersteller, der alle Vorschriften der COSC erfüllt. Mit seiner SuperQuarzTM Technik sind die Werke zehn mal präziser als alle anderen Chronografen.
Einer der bedeutendsten Uhrmacher Englands war George Graham, der von 1673 bis 1751 in London lebte und arbeitete. Nach ihm wurde die Ankerhemmung oder „Graham-Hemmung“ benannt, die die damals gebräuchliche Spindel-Hemmung ablöste. Sie verbesserte die Ganggenauigkeit der Uhren erheblich und ist sogar heute noch in Großuhren gebräuchlich.
Von 1688 bis 1695 absolvierte seine Uhrmacherlehre bei Henry Aske in London und arbeitete dann im Atelier von Thomas Tompion, mit dem ihn auch eine tiefe Freundschaft verband. Er heiratete später Tompions Nichte Elisabeth und wurde Teilhaber an dessen Atelier sowie Mitglied der renommierten Clockmakers Company, der Uhrmacherinnung Londons.
Zu den grossen Entdeckungen und Erfindungen Grahams gehört ausserdem die Verbesserung der Zylinder-Hemmung, der er 1720 zum Durchbruch verhalf. Eine weitere Innovation Grahams war das Quecksilber-Kompensationspendel. Mit dessen Hilfe konnte das damals noch lästige Nachgehen der Uhren bei sommerlichen Temperaturen verhindert werden.
Neben Großuhren, die zu dieser Zeit höchste Ansprüche an Laufdauer und Präzision erfüllten, schuf George Graham auch ganggenaue und elegante Taschenuhren. Sie sind heute noch als seltene und begehrte Objekte in den großen Auktionshäusern dieser Welt zu finden.
Ausserdem war er berühmt für seine Kenntnisse der Astrologie und gilt heute zur Recht als Erfinder der Chronografen. Für den Astronomen Edward Halley, der den Halleyschen Komet entdeckte, entwickelte er den ersten Chronografen der Weltgeschichte. Und für den Earl of Orrery fertigte er das berühmte Planetarium an.
Nach seinem Tod löste sich die Firma Graham leider auf, da es keinen Nachfolger gab. Doch Grahams Meisterschüler Thomas Mudge führte in seinem Atelier den Stil und die Tradition seines Lehrherrn fort. George Graham wurde wegen seiner großen Verdienste um die englische Uhrmacherei im Grab von Thomas Tompion in der londoner Westminster Abbey begraben.